Griechenland 🇬🇷

Kreta mit Kindern: Geheimtipps für euren Familienurlaub auf der griechischen Insel

Dass wir auf unseren Reisen zweimal den selben Ort ansteuern, ist sehr selten. Dann muss er uns schon wirklich gut gefallen. Auf Kreta waren wir jedoch bereits dreimal – und haben auch nach unserem jüngsten Besuch nicht das Gefühl, dass es das letzte Mal war. In diesem Beitrag möchte ich euch erklären, was uns an dieser Insel so fasziniert, und euch für euren Urlaub auf Kreta Geheimtipps mitgeben.


Kreta mit Kindern: Unsere Story

Um einen richtigen Eindruck der größten griechischen Insel zu bekommen, haben wir uns bei unseren drei Besuchen immer eine neue Region ausgesucht.

Zum ersten Mal waren wir im Juni 2019 auf Kreta, als unser Sohn gerade einmal sieben Monate alt war. Gemeinsam haben wir den Westen der Insel mit der schönen Stadt Chania erkundet. Damals bot sich uns die Chance zu erleben, wie das orthodoxe Osterfest gefeiert wird – das kann wegen der unterschiedlichen Kalender bis zu fünf Wochen nach unseren Feiertagen liegen. Dieses wichtige kirchliche Fest einmal so ganz anders mitzubekommen, war super interessant. Und wir hatten immer das Gefühl, dass uns die Einheimischen bei den Feiern wirklich willkommen heißen.

Beim zweiten Mal haben wir uns die süd-östliche Seite genauer angeschaut. Das war im Sommer 2020 direkt nach dem ersten Lockdown und wir hatten die Insel fast ganz für uns allein: leere Strände, Plätze ohne Reservierung und ganz viel Ruhe.

Zuletzt waren wir im Juni 2021 auf Kreta und auch zu diesem Zeitpunkt war wenig los. Diesmal hatten wir uns die Region Rethymno ausgesucht, also relativ in der Mitte im Norden der Insel – und es war wieder ein wunderbares Erlebnis.


Warum wir Kreta mögen und warum wir immer wieder kommen

Die Insel ist ideal für einen Familienurlaub

Die Einwohner sind super freundlich – und Kinder mögen sie ganz besonders. Häufig laufen ein paar eigene um sie herum. Der Lebensstil ist sehr unkompliziert.

Bereits im Juni ist das Meer so warm, dass wir baden gehen können

Das ist an anderen Stellen des Mittelmeeres nicht selbstverständlich. Nach unserer Erfahrung ist es neben Kreta nur auf Zypern der Fall, dass bereits ab Mitte Mai / Anfang Juni das Wasser angenehm ist.

Ihr könnt einen richtigen Posh-Urlaub hier verbringen, aber auch einen ganz einfachen und ursprünglichen

Während der Norden eher touristisch ist, ist der Süden eher gemütlich und entschleunigt. Es gibt noch ganz viele authentische Flecken. So ist es ein unvergessliches Erlebnis sich anzuschauen, wie seit Jahrhunderten Olivenöl oder Honig gewonnen wird oder die Bauern ihre Ziegen hüten und Käse machen.

Es gibt ganz viel Abwechslung

In der Natur gibt es Gebirge mit beeindruckenden Schluchten zu entdecken, alte Olivenhaine sowie einsame Buchten und Strände, die entweder nur mit dem Boot erreichbar sind oder durch eine lange Wanderung. Mal findet ihr traumhafte Sandstrände, dann auch welche voller Kiesel oder sogar richtige Felsküsten. Das Strand- und das Landleben könnt ihr direkt nebeneinander erleben.

Die Preise für Unterkunft und Essen sind – zum Beispiel im Vergleich zu Italien oder Frankreich – echt angenehm.

Zu all den (Standard-)Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Palast von Knossos werdet ihr alle wichtigen Infos in einem Reiseführer lesen. In diesem Post möchte ich euch lieber unsere Lieblings-Geheimptipps für Kreta vorstellen: die schönsten Strände und Unterkünfte, unsere Lieblings-Tavernas und tolle Ausflugsziele. Wie erwähnt: Die Insel bietet so viel Abwechslung zwischen Mainstream-Tourismus und dem eher ursprünglichen Leben der Einheimischen. Seid gespannt!

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Kreta: Geheimtipps für euren Familienurlaub

Genießt die ursprüngliche Küche Kretas

Griechische Tavernen sind der beste Ort, um die Insel (kulinarisch) zu entdecken. Sie bieten eine Vielfalt an Essen, ehrlich gemeinte Freundlichkeit und authentisches Ambiente. Wir haben in solchen kleinen Dorf-Restaurants uns einmal durch die lokale Küche gegessen (dazu schreibe ich noch einen eigenen Text). Sobald ihr die touristischen Wege verlasst und zum Beispiel ins Inland geht, werdet ihr das leckerste Essen und die beste Gespräche erleben können. Viele Tavernen haben sogar einen kleinen Spielplatz, auf dem die Kinder sich während des Besuchs ablenken können. 

Unsere Lieblings-Tavernen auf Kreta sind: 

To Faragi Tavern“ in der Nähe von Chania

Adresse: Δελιανά 730 06

In einem Dorf mit gefühlt zehn Häusern steht diese tolle Taverne, in die auch ganz viele Einheimische gehen – immer ein gutes Zeichen. Das Essen ist echt super. Vor allem hat uns die Spezialität Kretas gefallen: grüne Bergkräuter, die auf Englisch einfach nur „Greens“ heißen. Die Atmosphäre ist ideal zum Entspannen. Für das Flair sorgen auch die Katzen, die dort umherschleichen oder rumliegen. Für die Kinder gibt es einen Spielplatz im Grünen. Meine haben es sich in der Hängematte gemütlich gemacht und sie in eine Spielburg verwandelt.

„Kalithea“ im Süd-Osten der Insel

Adresse: Κουτσουρᾶς Σταυροχωρίου, Ierapetra 720 55

Direkt an einem steinigen Strand, unter Bäumen und eine salzige Brise weht einem um die Nase: Die Lage dieser Taverne ist echt wunderbare Lage. Hier könnt ihr entspannen und lecker sowie authentisch essen. Es ist meiner Meinung nach einer der besten Orte, um Stamnankáthi (Lamm) zu probieren! Auch hier sitzen viele Einheimische an den Tischen. Der Spielplatz ist schön geschützt. Am meisten Spaß hatten meine Kids allerdings dabei, die Kinder-Stühle rumzutragen.

„Fisalida“ zwischen Chania und Rethymno

Adresse: Nikiforos Fokas 741 00

Die Preise sind etwas gehoben, aber es lohnt sich: Das Essen ist exzellent! Ich kann besonders den Fisch empfehlen – fragt einfach nach dem Fang des Tages. Zudem habt ihr einen wunderschönen Ausblick auf die Gerani-Bucht. Die Kinder können sich auf einen riesigen Spielplatz mit einem Trampolin freuen. Ein Sonnensegel verhindert, dass die Sonne ihnen zu stark auf die Köpfe knallt. Nach dem Essen ist ein Spaziergang zur Bucht toll – ihr könnt dort auch ins Wasser springen und euch abkühlen.

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Besucht einen Olivenöl-Betrieb

Bei uns zu Hause gehört Olivenöl mittlerweile zur Grundnahrung. Beide Kinder lieben es, wenn ich zum Beispiel Pasta damit verfeiner. Wenn wir nach Kreta fliegen, nehmen wir daher lieber etwas weniger Gepäck mit, damit auf dem Rückflug genug Platz da ist, um dieses flüssige „Andenken“ mitzunehmen. 

Olivenbäume werden euch durch euren Urlaub begleiten – sie sind einfach überall! Kreta ist der weltgrößte Produzent von Olivenöl und hat zu diesem Thema ganz viele Geschichten zu erzählen. Die Insel ist also der perfekte Ort, um eure Lieblings-Geschmacksnote zu herauszufinden. Viele Betriebe, in denen das Öl produziert wird, bieten Touren an. Hier lohnt es sich, ein bisschen Zeit mitzubringen.

Unsere Favoriten beim Thema Olivenöl:

Biolea“ in der Nähe von Chania

Adresse: Astrikas, Kolymvari 730 06

Die Lage dieses Betriebs ist wunderschön, die Mitarbeiter sind sehr freundlich und das Öl ist bio sowie von Top-Qualität. Es wird durch ein mechanisches Verfahren gewonnen. Einen Besuch könnt ihr sehr gut kombinieren mit einem Essen in der „To Faragi Tavern“ (siehe oben).

Paraschakis Olive Oil“ in der Nähe von Rethymno

Im Herbst kommen alle Bauern der Umgebung in diesen typischen Betrieb, um Olivenöl zu pressen – manchmal sind es dann bis zu 400 Menschen. Der Betrieb vertreibt das Öl der Bauern, hat aber auch eigenes. Die Besitzerin ist eine Amerikanerin, die seit Ewigkeiten in Griechenland wohnt und liebend gerne über Olivenöl erzählt!

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Genießt einen Sonnenuntergang am Strand

Okay, da wärt ihr wohl auch selbst drauf gekommen – ein Geheimtipp ist das wohl eher nicht. Aber ich hoffe ihr stimmt mir zu: Es ist immer wieder gut, uns daran zu erinnern, die einfachen Dinge im Leben zu genießen. Viele Strände im Süden der Insel sind jedenfalls bestens geeignet, die Sonne beim Untergehen zu beobachten. Packt euch am besten etwas zu trinken und zu essen ein und macht ein schönes Picknick!

Unsere Lieblings-Strände für Sonnenuntergänge:

„Paralia Achlia“ im Osten

An diesem kleinen, schönen Kieselstrand steht eine Bar, in der viele Einheimische die gemütliche Atmosphäre genießen. Mein persönliches Highlight: Am Abend kommt der Priester aus der nahe gelegenen Kirche, um seine abendliche Runde zu schwimmen – mit Kleidung. Das ist wirklich faszinierend zu sehen!

Falassarna Strand im Westen

Dieser sehr große Strand bietet wirklich ganz viel Platz. Da er zudem nach Westen geht, könnt ihr super sehen, wie die Sonne hinter den Wellen verschwindet.

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Probiert einmal einen Freddo-Cappuccino

Ich habe gerade viel über Essen geschrieben, da darf auch das berühmteste Getränk Kretas nicht fehlen: der Freddo Cappuccino oder Caffè Freddo . Was ihn ausmacht? Ein Shot Espresso, crushed Ice und schöner cremiger Schaum. Auf der Insel wird diese moderne Variante des Frappé überall getrunken, meist am Vormittag. Ihr könnt ihn euch sogar per Mofa liefern lassen. Eine Erfahrung, die ihr nicht verpassen solltet. Ein wichtiger Tipp: Die Griechen trinken ihren Kaffee mit (viel) Zucker. Wenn ihr euren nicht so süß haben wollt, müsst ihr das auf jeden Fall dazu sagen.

Die für mich besten Cafés sind:

Monogram in Chania

Adresse: Daskalogianni 5, Chania 731 32

In diesem hippen Café an einer abgelegenen Straße trifft „Third Wave Coffee“ – also qualitativ hochwertiger Kaffeegenuss – auf den angesprochenen Freddo Cappuccino. Empfehlenswert!

Mitsakakis in Sitia im Osten

Adresse: Kon/nou Karamanli 6, Sitia 723 00

Die Einheimischen lieben diesen Ort! Diese Café-Konditorei hat nicht nur super Getränke, sondern auch einen wunderbaren Ausblick aufs Meer. Meine Kids waren von dem frisch gepressten Orangensaft entzückt.

Cactus coffee & goodies store“ in Kalyves

Adresse: Old EO Réthimnon, Kalives 730 03

Dieses Café ist schön stylisch und minimalistisch – es kommt sogar ein bisschen Ibiza-Stimmung auf. Der Freddo-Cappuccino hier ist echt lecker. Ich habe ihn jedoch komplett ohne Zucker bestellt, was mir besser geschmeckt hat.

Für mehr Tipps für Freizeitaktivitäten mit Kindern schaut bei meinem Instagram oder hier vorbei.


Geheimtipps für euren Familienurlaub auf – Besucht ein authentisches Dorf oder Städtchen

Auch wenn viele Orte auf Kreta touristisch erschlossen sind, sind viele Dörfer sehr authentisch geblieben. Es hat uns sehr viel Freude gemacht, den Lebensstil der Einwohner näher kennenzulernen. Sonntag früh beispielsweise erklingt ein Gesang und die älteren Frauen gehen in die Kirche, während ihre Männer draußen in einem Café sitzen und quatschen. Um ins Gespräch zu kommen, haben wir teilweise einen Online-Übersetzer benutzt. Das hat reibungslos funktioniert, weil alle Menschen sehr entgegenkommend sind!

Unsere Lieblings-Dörfer auf Kreta:

Melidoni

Dieses kleine, traditionelle Dorf hat ein sehr schönes Ambiente. Neben den drei Cafés gibt es nur ganz wenig Action. Als wir hier gewohnt haben, kannten wir nach ein paar Tagen fast jedes Gesicht.

Kissamos 

Bei unserem ersten Besuch der Insel waren wir in diesem kleinen Städtchen. In der sehr netten Innenstadt reihen sich viele Läden, Cafés und Ateliers aneinander.

Ierapetra

Die südlichste Stadt Europas ist sehr authentisch. An der schönen Strandmeile findet ihr zahlreiche Cafés und Restaurants. Der Strand ist bestens für Kinder geeignet. 

Für mehr Tipps für Freizeitaktivitäten mit Kindern schaut bei meinem Instagram oder hier vorbei.


Findet euren Lieblingsstrand auf Kreta

Klein und verlassen oder groß und komfortabel – in den verwinkelten wie in den ausgedehnten Buchten gibt es ganz viele Strände. Natürlich sind einige Hotspots auch bei anderen Touristen sehr beliebt. Und nicht alle sind für einen Besuch mit Kindern optima, beispielsweise wenn der Zugang nur über steile Felsen möglich ist. Und natürlich ist es immer toll, wenn der Strandbesuch auf irgendeine Art etwas ganz Besonderes bietet. Daher testet einfach ein paar Stellen aus und findet euren persönlichen Favoriten. Ein Tipp: Die Strände an der südlichen Seite der Insel sind viel spektakulärer anzuschauen und oftmals weniger überlaufen als im Norden.

Unsere Geheimtipps für Strände lauten:

Ammoudaki

Etwas abgelegen wartet dieser nette Strand, der bei Reisenden mit Campern sehr beliebt ist. Er hat eine Strandbar und ist für Kinder gut geeignet.

Seitan limania (Google Maps)

In dieser Bucht wartet ein super schöner Strand! Die beiden Nachteile: Da der Weg steil ist, solltet ihr nur mit älteren Kindern herkommen. Und es kann ziemlich voll werden.

Dragon’s Beach (Ammoudi)

Klein, fein und schön für Kids – so lässt sich dieses Stranderlebnis zusammenfassen.

Falassarna

Wer es etwas größer mag, der ist hier richtig: Dieser Strand ist riesig und bietet daher jedem Platz! 

Paralia Achlia

Auch wenn die Kiesel vielleicht manchen Besucher abschrecken, ist dieser kleine, schöne und etwas abgelegene Strand einen Abstecher wert. Vielleicht ist aber auch genau das der Grund, dass hier eure Chancen besonders groß sind, Eure Ruhe zu haben. 

Vai Beach 

Im Schatten einer Palme sitzen und aufs Meer blicken – das geht an diesem sehr schönen Strand. Da er schon ziemlich touristisch ist, solltet ihr besser nur in der Nebensaison herkommen.

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Lauscht dem Wind, wenn ihr durch die Berge fahrt

Auf Kreta grenzen die Berge teilweise direkt an den Strand. Und viele sehenswerte Orte – geschichtlich oder von der Natur her – liegen nicht an der Küste. Wenn ihr also die Insel wirklich kennenlernen wollt, müsst ihr Ausflüge ins Inland machen. Dann müsst ihr in oder über die Berge. Dort findet ihr dann natürlich auch die besten Aussichtspunkte.

Die Berge bieten die super Möglichkeit für herrliche Wanderungen. Weil unsere Kids dafür noch zu klein sind, haben wir das selbst noch nicht ausprobiert. Aber wir haben es ganz fest vor, sobald sie älter sind. Auch vom Auto aus könnt ihr die Vielfalt der Natur entdecken – zum Beispiel wenn ihr die Insel von Norden nach Süden oder umgekehrt durchquert. So breit ist sie ja oftmals nicht…

Unsere Lieblingsstrecken sind:

Nach Kato Zakros 

Bei diesem Ausflug ist sowohl das Ziel schön, als auch die Fahrt dorthin. Wenn ihr die beeindruckende Minoan-Kultur aus der Bronzezeit näher kennenlernen möchtet, ist die Strecke nach Kato Zakros ganz im Osten der Insel eine der besten Möglichkeiten für eine Zeitreise. Ihr fahrt durch mehrere kleine Dörfer wie Katelionas oder Chandras und am Schluß durch die Berge, wo ein ganz starker Wind pfeift und kaum etwas wächst. Danach schlängelt sich die Straße in Serpentinen zu einem der schönsten Stränden der Insel hinab: Kato Zakros. Für die Minoan-Kultur endete hier nicht nur die Insel, sondern gleich die ganze Welt. Daher brachten sie ihre Toten mit Schiffen her und bestatteten sie in Gräbern in den Bergen. Auch heute noch könnte man annehmen, dass hier die Welt endet: kein Mensch in Sicht, nur Ziegen, dazu der Wind und bombastische Aussichten! Da die Strecke doch recht kurvenreich ist, solltet ihr vielleicht etwas gegen Übelkeit mitnehmen, falls eure Kids da anfällig sind.

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Von Rethymno nach Preveli Beach

Zwischen diesen Orten gibt eine Alternative zur Schnellstraße, die sich wirklich lohnt: Steuert erst das Arkadi-Kloster an und dann das Bergdorf Spili. Entlang dieser kleinen Straßen habt ihr die Möglichkeit, die grüne Landschaft und die beschaulichen Dörfchen ganz in Ruhe wahrzunehmen – und zwischendurch gibt es immer wieder kolossale Ausblicke bis zum Meer. Ein Höhepunkt war, als plötzlich eine Herde Schafe auf der Straße stand – die Kinder waren begeistert! Ein Tipp: In so einem Fall solltet ihr hupen, denn sonst bleiben die Tiere einfach ganz gelassen um euer Auto stehen.

Kourtaliotiko Gorge 

Kurz vor Preveli öffnet sich diese schöne Schlucht wie ein Tor nach Süden. Steine, Wind und Wasser ergeben ein ganz besonderes Erlebnis.

Lasithi-Hochebene

Ein Muss für alle Hobby-Fotografen: Auf diesem Plateau mit wunderschönem Ausblick stehen ganz viele alte Windmühlen. Klar: Wo es Windmühlen gibt, ist es auch sehr windig – stellt euch drauf ein. Wir waren selbst nicht vor Ort, aber die Ecke wurde uns von vielen Einheimischen empfohlen. Neben den tollen Fotomotiven sind auch Spuren der Minoan-Kultur zu entdecken und auch die berühmte Zeus-Höhle ist hier zu finden.


Besucht ein Kloster

Kloster haben in der Geschichte Kretas eine ganz wichtige Rolle gespielt – natürlich aus religiösen Gründen, aber auch als Zufluchtsort. Bei Auseinandersetzungen zwischen den Inselbewohnern, aber auch zum Beispiel im Kampf um die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich oder im Zweiten Weltkrieg boten sie Schutz. Da sie oftmals an strategisch wichtigen Orten standen, habt ihr dort die Chance auf ganz besonders schöne Ausblicke. Über die ganze Insel verteilen sich die Kloster und sind teilweise für Besucher geöffnet. Während manche nur noch Sehenswürdigkeiten sind, leben in anderen noch Brüder – und stellen Olivenöl und Wein her.

Hier unsere Favoriten der Kloster auf Kreta:

Arkadi-Kloster in der Nähe von Rhetymno

Das Kloster von Arkadi ist wohl DAS Kloster der Insel. Es ist bekannt für eine traurige – und nicht wirklich für Kinder geeignete – Geschichte: Im Unabhängigkeitskrieg gegen die Osmanen verschanzten sich 1866 rund 1000 Einheimische hinter den Mauern. Als die Angreifer zu stark wurden, beschlossen die Belagerten, auf keinen Fall in Gefangenschaft zu geraten, und zündeten die Pulvervorräte an. Bei der Explosion starben hunderte Menschen. Diese grausamen Ereignisse könnte man heute fast vergessen – so friedlich und voller Licht ist diese Sehenswürdigkeit. Doch noch immer sind die Einschusslöcher und verbrannte Bäume zu sehen, was meine Kinder mit großem Interesse bestaunt haben.

Agia Triada Tzagaroli Monasteri

Nicht mal 10 Minuten vom Flughafen in Chania entfernt liegt dieses Kloster und bietet sich daher für einen Besuch bei der An- oder Abreise an. Dort blühen viele Blumen, wachsen viele Pflanzen und leben viele Katzen. Die Kids fanden es toll, dass sie überall hoch- und runterklettern durften. Allerdings solltet ihr als Eltern ein bisschen aufpassen, da es keine Absperrungen und Geländer gibt. Im Klostergarten kümmern sich die Mönche um Olivenbäume, Wein und Gemüse – super lecker! Von dem Bio-Olivenöl nehmen wir immer etwas mit nach Hause. Mein Tipp: Ihr könnt euch auch eine Kiste nach Hause schicken lassen. Das kostet etwa 50 Euro, was ungefähr dem Preis eines zusätzlichen Koffers beim Flug entspricht.

Toplu-Koster in der Nähe von Sitia

Wenn ihr auf dem Weg zum legendären Vai-Strand seid, dann macht am besten diesen kleinen Umweg – es lohnt sich! Das Kloster ist bekannt für seine Geschichte, denn während des Zweiten Weltkriegs haben die Mönche hier Leute versteckt. Der Wein und das Olivenöl der Mönche sind beide sehr empfehlenswert. Auf dem Weg zwischen Kloster und Strand kommen zudem Stellen, wo die Kinder Ziegen beobachten können – das fanden sie ganz toll.


Schaut euch eine traditionelle Werkstatt an

Vieles was in den Souvenirläden verkauft wird, ist Massenware. Aber wenn ihr etwas genauer hinschaut, findet ihr immer wieder zum Glück noch schöne traditionelle Werkstätten, Ateliers und Galerien, die authentische Produkte anbieten. Dort bietet sich die Möglichkeit, den Arbeitern über die Schulter zu schauen und ein schönes Geschenk nach Hause mitzubringen. Bei uns war es ein Ziegenglöckchen, das ein sehr alter Schmied in einem kleinen Dorf für uns hergestellt hat.

Hier könnt ihr Handwerkskunst bestaunen:

Margarites in der Nähe von Rethymno

Dieses Dorf ist bekannt für seine Töpferkunst. Ehrlich gesagt: Nicht alle Produkte sind nach meinem Geschmack. Aber z.B. das EA Ceramic Studio macht schöne moderne Sachen – ich hab mich für ein Schüsselchen entschieden.

Kissamos in der Nähe von Chania

Leder, Stoff, Holz und Co. sind die Materialien, mit denen in den hiesigen Werkstätten gearbeitet wird. Es ist schön zu sehen, dass nicht alles mit Maschinen gemacht werden muss, sondern dass echte Handarbeit noch zählt. Hier kann ich gar keine Empfehlungen aussprechen – schlendert einfach durch die Hauptstraßen und lasst die Eindrücke auf euch wirken.

Galerie Alexandra Manousakis in Chania

Falls ihr in Chania und Kunst-Interessiert seid, dann ist das ein Muss: Alexandra Manousakis betreibt hier ein Atelier mit Galerie, das unbedingt einen Besuch wert ist.

Entdeckt Chania in der Pferdekutsche

Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas empfehlen würde: Nachdem wir einen ganzen Vormittag durch Chania gelaufen waren und dringend eine Pause brauchten, haben wir uns für eine Fahrt mit der Kutsche entschieden. Und das war wirklich ganz toll! Die Pferde wurden fair behandelt und waren gut gepflegt – das hat man direkt gesehen. Es war eine schöne Möglichkeit, mal eine andere Perspektive einzunehmen, und die Kinder fanden es total spannend. Olivia durfte sich sogar auf den Bock neben den Kutscher setzen. 

Die Touren von „The Authentic City Tour Chania“ starten direkt am venezianischen Hafen – neben der Yali-Moschee. Ihr könnt zwischen drei Angeboten wählen: 15 Minuten für 20 Euro, 25 Minuten für 30 Euro oder 45 Minuten für 50 Euro pro Kutsche. Wir haben die 25-Minuten-Tour gemacht, unsere Füße geschont und super viel Spaß gehabt! 


Lernt das Landleben kennen

Für einen Tag Bauer sein – das klingt spannend. Auf dem Gut „Agreco Farm“ bei Rethymno könnt ihr erleben, wie man für Kreta typische Leckereien herstellt und wie sie schmecken. Ein Bauernfrühstück mit Eiern von freilaufenden Hühnern zubereiten, Getreide mahlen, frisch gebackenes Brot aus dem Holzfeuer-Ofen in Olivenöl tauchen, Weintrauben mit den Füßen zerstampfen, die Blätter zu Dolmadakia rollen, Ziegen melken, Schafe scheren, sich erklären lassen, wie Käse gemacht wird, und am Ende eines ereignisreichen Tages mit Blick über den Olivenhain bis zum Meer bei einem traditionellen Essen die Früchte der Arbeit genießen  – all das ist auf diesem Bio-Hof mit schöner Kapelle und schattigen Terrassen möglich.

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